Kann CBD, Cannabidiol oder Hanföl bei Krebs helfen?

Viele Krebspatienten auf der Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten fragen sich, ob CBD, Hanföl oder Cannabis-Extrakte auch bei Krebs helfen können. Hinsichtlich des Nutzen von Cannabis-Produkten bei Krebserkrankungen liegen inzwischen zahlreiche Studien vor, die zu einem positiven Ergebnis kamen. Demnach ließen sich unterschiedliche Beschwerden einer Krebserkrankung mit CBD erfolgreich behandeln. Außerdem existieren zahlreiche Hinweise, dass die Verwendung von Cannabis-Produkten das Krebswachstum hemmen könnte. Die Erkenntnisse aus unterschiedlichen Studien stammen hauptsächlich aus Tierversuchen oder aus Untersuchungen, die an isolierten Tumorzellen vorgenommen wurden.

Die Untersuchungen beschäftigten sich mit der Frage, ob Cannabis-Produkte in der Lage sind, das Wachstum der Gebärmutterhals-, Brust- und Prostatakrebszellen oder der Leukämiekrebszellen zu hemmen. Da die Studien nicht an Menschen durchgeführt wurden, ist deren Aussagekraft eingeschränkt. Trotzdem konnten einige interessante Beobachtungen verzeichnet werden. Bei Versuchen mit Neuroblastom-Zellen könnten sich Cannabis-Produkte als hilfreich erweisen. Bislang gibt es noch keine Empfehlung über eine optimale Dosierung der einzelnen Präparate. Die Gabe von Cannabis-Präparaten sollte deshalb immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Inzwischen verlassen sich fast zwei Drittel aller deutschen Krebspatienten nicht mehr ausschließlich auf die Onkologie. Neben naturheilkundlichen Anwendungen setzen die Patienten vermehrt auf alternative Medikamente, von denen sich sich gute Heilungschancen versprechen. Viele Menschen erwarten von einer Alternativ-Behandlung eine Linderung von Beschwerden und Nebenwirkungen.

Welche Hilfe bietet CDB in der Krebsbehandlung?

Die Verwendung des Cannabinoid kann während einer Chemotherapie unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen reduzieren. Dabei beruht die Wirkung auf der Cannabidiol-Säure (CBDA). In verschiedenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Tetrahydrocannabiole im Verbund eine höhere Wirksamkeit besaßen, als jeder einzelne der drei Wirkstoffe allein. Diese Wirkstoff-Kombination findet sich in Cannabisblüten und Cannabisblütenextrakten. In Folge einer Strahlen- oder Chemotherapie kommt es häufig zu Schädigungen der Mundschleimhaut, die wiederum zu schmerzhaften Entzündungen führen. Es wird vermutet, dass Cannabis-Produkte entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und dadurch die Schmerzen einer Mundschleimhaut-Entzündung lindern können. Der Wirkstoff kann darüberhinaus bei anderen Begleitsymptomen, unter denen Krebspatienten oft leiden hilfreich sein. Dem Cannabinoid wird ein positiver Einfluss bei Schmerzen, Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen nachgesagt.

Cannabis-Produkte in der Schmerztherapie

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Effekte kann das Cannabinoid auch bei Schmerzen , die durch eine Krebserkrankung verursacht werden, eine wirksame Hilfe darstellen. CBD stellt deshalb in der unterstützenden Schmerztherapie bei Krebserkrankungen durchaus eine Alternative dar. Vor allem Krebspatienten, die unter Knochenschmerzen leiden könnten von einer Behandlung profitieren. Oftmals leiden Patienten bedingt durch ihre Krebserkrankung auch unter Depressionen. In verschiedenen Untersuchungen zeigten die Cannabis-Produkte antidepressive Eigenschaften. Es wurde festgestellt, dass die Hanfpräparate in den Hirnstoffwechsel eingreifen und die Konzentration von Serotonin im Blut erhöhen. Diese Wirkweise führt zu einer merklichen Stimmungsaufhellung bei Krebspatienten. Die meisten Krebs-Krankheiten führen vielfach zu Ängsten. CBD kann Ängste unterdrücken und das Verdrängen oder Vergessen angsterzeugender und traumatischer Ereignisse begünstigen. Diese Wirkung kann Studien zufolge bereits bei geringen Dosierungen einsetzen.

Kann CBD-ÖL die Schmerzen von Krebspatienten lindern?

Krebspatienten könnten von der Einnahme von Cannabidiol-haltigen Medikamenten profitieren. Denn durch die Aktivierung des Enzyms CYP1A1 schützt Cannabidiol das Erbgut. Das Enzym kann dazu beitragen, dass erbgutschädigende Stoffe vom Körper schneller ausgeschieden werden. Hanfprodukte könnten ebenfalls Nervenschäden, die durch Chemotherapeutika ausgelöst werden, vorbeugen und die Patienten dadurch vor bleibenden Beschwerden und Einschränkungen bewahren. Bereits durchgeführte Untersuchen legten den Schluss nahe, dass Schäden an Nervenzellen durch Cannabis-Produkte abgemildert und verhindern werden können. CBD-ÖL besitzt eine appetitanregende Wirkung und könnten zukünftig gegen Appetitlosigkeit bei Krebspatienten eingesetzt werden. Ein starker Gewichtsverlust führt häufig zu einer krebsbedingten Auszehrung und gehört zu den häufigsten Todesursachen bei Krebserkrankungen. Vor der Verwendung eines Hanf-Produkts sollten die Vorteile und eventuelle Nebenwirkungen sorgsam abgewogen werden und eine Behandlung immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wie wirkt CBD im Körper?

Das Cannabinoid besitzt eine aktivierende Wirkung auf die CB1- Rezeptoren im Gehirn und beruhigt das Nerven- und Immunsystem. Hanföle mit einem hohen THC-Gehalt hätten demnach eine optimale Wirkung bei unterschiedlichen Krebserkrankungen. In der Chemotherapie könnte der CBD-Stoff unterstützend gegen Übelkeit, Schmerzen und Krämpfe eingesetzt werden. Es wird vermutet, dass Cannabinoide auch das Wachstum von Krebsgeschwüren stoppen und beschädigte Zellen regenerieren können. THC ist ein aktiver Stoff im Hanf, dem entzündungshemmende, tumorhemmende, anxiolytische und antidepressive Eigenschaften nachgesagt werden.

Die Erforschung der Wirkweise von Cannabis-Präparaten

Im Mittelpunkt der Forschungen stehen die Cannabiode, die Krebszellen erkennen und ein Protein auf deren Oberfläche bilden. Dadurch soll es den körpereigenen Abwehrzellen im Immunsystems ermöglicht werden, an den Krebszellen anzudocken und sie dabei zu zerstören. Viele Forscher sind der Ansicht, dass sich ein Tumorwachstum durch den Einsatz der Cannabinoide stoppen ließe. Wenn Krebszellen im Körper keine Blutgefäße mehr ausbilden können, wird deren Lebensader abgeschnitten und eine weitere Verbreitung der Krebszellen verhindert. Wissenschaftler der Universität Insubria der italienischen Stadt Busto Arsizio entdeckten, dass Cannabis durch seine unterschiedlichen Mechanismen die Bildung neuer Blutgefäße in Tumoren hemmt. Daraus schlussfolgerten sie, dass der spezielle Effekt des Hanf-Wirkstoffs auf Tumor- und Endothelzellen die Hypothese unterstützt, dass es sich bei Cannabidiolen um eine wirksame Substanz für die Krebstherapie handeln könnte.

Auch andere Wissenschaftler befassen sich mit der Erforschung der Wirkweise von Hanfölen. In San Francisco arbeiten Forscher derzeit an einem Projekt, dass die Wirkweise von Cannabis-Produkten gegen Krebs-Metastasen ergründen soll. Bisher gelang es ausschließlich in Tierversuchen, den Nachweis zu erbringen, dass sich mit dem Wirkstoff das Wachstum von Krebsgeschwüren eindämmen ließe. Dies soll sogar noch im Spätstadium möglich sein. Offensichtlich bewirken die Cannabidiole eine Ausschaltung jener Gene, die für das Metastasen-Wachstum verantwortlich sind. Klinische Studien mit Patienten wurden bislang noch nicht durchgeführt.

Ist CBD Öl oder Cannabis Öl eine Alternative in der Schmerztherapie?

Bislang kamen unterschiedliche Studien, die an Tieren durchgeführt wurden zum Ergebnis, dass einige Cannabinoide, zu denen auch THC zählt, das Krebswachstum hemmen könnten. Zu den Krebsarten, auf die Hanföl-Produkte eine gute Wirkung zeigten, gehören Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Lymphome, Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs. Cannabinoide ohne psychischen Wirkungen sollen in diesem Zusammenhang ebenfalls das Wachstum von Tumoren hemmen. In den USA wird die Wirkweise von Cannabis hinsichtlich einer Heilung von Krebs bereits seit mehr als 30 Jahren untersucht. Wissenschaftler des California Pacific Medical Centers in San Francisco führten in diesem Zeitraum verschiedene Untersuchungen durch, bei denen sie Cannabinoide auf das Gen ID-1 untersuchten. Dieses Gen ist maßgeblich für den Ausbruch einer Krebserkrankung die Ausbreitung von Krebszellen verantwortlich. Cannabinoide könnten das Wachstum der Metastasen bei aggressiven Krebsarten verringern oder ganz verhindern. Die Wissenschaftler haben es sich zum Ziel gesetzt, den Nachweis zu erbringen, dass Krebszellen sich unter einer Behandlung mit Cannabinoiden wieder zurückbilden.

CBD Öle besitzen wichtige Inhaltsstoffe, die vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden können. Dazu zählen neben Vitaminen und Ballaststoffen sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch Cannabinoide. Cannabidiol Öl könnte zukünftig bei Krebserkrankungen verwendet werden. Die Substanz gilt bereits bei zahlreichen Gesundheitsproblemen als wirksamer und legaler Helfer. Cannabis Öl wird aus den Blättern und Blüten der Hanfpflanze hergestellt. Bei einer Verwendung für Heilzwecke werden die Samen von der Hanfpflanze getrennte in in einer Ölmühle zu Hanföl gepresst. Bei diesem Vorgang bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Fazit

Hanf-Produkte können eine schulmedizinische Krebstherapie durch die Onkologie nicht ersetzen. Nach zahlreichen Untersuchungen und Studien ist jedoch ersichtlich, dass Schmerzen und Nebenwirkungen klassischer Krebsbehandlungen reduziert werden können. Die Ergebnisse lassen sich jedoch nicht verallgemeinern. Konkrete Aussagen durch klinische Studien gibt es bislang nicht. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass Krebspatienten zukünftig mit einem Cannabinoid behandelt werden können. Die zusätzliche Einnahme von Cannabinoiden kann Beschwerden und unangenehme Nebenwirkungen, unter denen Krebspatienten häufig leiden, verringern und die Lebensqualität deutlich erhöhen.

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