CBD bei multipler Sklerose - MS

CBD bei multipler Sklerose - MS

Multiple Sklerose ist eine chronische Nervenerkrankung und manifestiert sich im zentralen Nervensystem. Multiple Sklerose (MS) tritt häufig zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr auf und wird seit geraumer Zeit erforscht. Leider gehört MS zu den schwerwiegenderen Autoimmunerkrankungen, die bislang als unheilbar gilt.

Viele Schmerzpatienten, oder jene mit chronischen Leiden, setzen immer mehr auf alternative Therapien. Vor allem die Selbstmedikation mit diversen CBD Präparaten rückt hierbei in den Fokus. Betroffene von multipler Sklerose berichten unter anderem davon, dass ihre Symptome durch die Verwendung von CBD gebessert werden könnten.

Das Krankheitsbild von multipler Sklerose und die Rolle von CBD

Dennoch ist bis heute nicht klar, wo die Ursachen für die Krankheit liegen und auch eventuelle Heilungsmethoden liegen noch in weiter Ferne. Die Auswirkungen allerdings können verheerend sein. Ärzte geht davon aus, dass eine Auto-Immunreaktion vorliegt – das heißt, dass das Immunsystem Zellen unseres Körpers angreift, genauer gesagt die Hüllschicht der Nervenfasern.

Außer Kontrolle geratene T-Zellen greifen die Nerven an und verursachen schwere Entzündungen im Gehirn und im Rückenmark. Möchten wir MS therapieren, versuchen wir häufig, die Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

Die Verabreichung von Kortison oder die Durchführung einer Chemotherapie sind dabei gängige Methoden.

Es gibt nur eine konkrete Vermutung hinsichtlich der physischen Ursachen für Multiple Sklerose: Entzündungen, die durch MS verursacht werden, beschädigen die Nervenzellen und es kommt infolgedessen zu Ausfällen in der Signalübertragung – zu einer gestörten Reizweiterleitung.

Das Ausmaß der Entzündungen und damit wahrscheinlich einhergehenden Reizweiterleitungsstörung sind dabei stets unterschiedlich. Weltweit wurden circa 2,5 Millionen Menschen mit multipler Sklerose diagnostiziert. Das Risiko, an MS zu erkranken, liegt bei 0,1 bis 0,2 Prozent.

Weitere Symptome (außer Entzündungen) sind beispielsweise:

  • Sehstörungen,
  • Erschöpfung,
  • Schwindel und
  • Koordinationsstörungen,

aber auch Spastiken und Schmerzen können im Rahmen der Krankheit auftreten. Fast bei allen Patienten sind die körperlichen Symptome mit einer geistigen Instabilität (Ängste, Unsicherheit, psychische Erkrankungen) verbunden, natürlich auch in unterschiedlichem Maße.

Häufig stehen Depressionen oder erhebliche Anspannungszustände auf der psychischen Seite im Vordergrund. Die körperlichen Beeinträchtigungen können in Art und Ausprägung stark variieren.

MS kann sehr unterschiedlich verlaufen, meistens jedoch beginnt die Krankheit mit kleinen Schüben. Nur bei etwa 15 % aller Patienten sind direkt von Anfang an eine fortschreitende Erkrankung zu beobachten. Einige der vielen Patienten, die hauptsächlich aus der westlichen Welt kommen, setzen auf die schulmedizinische Behandlung von MS.

CBD könne aber laut Erfahrungsberichten von Patienten die Symptome der Krankheit ebenfalls lindern und entsprechend Lebensqualität spenden. Aufgrund dieser Aussagen, werden stetig mehr Stimmen im Netz laut, die sich für einen Einsatz der Substanz CBD in der Forschung einsetzen.

Wie CBD bei der Diagnose „Multiple Sklerose“ helfen kann und warum 

CBD könne viele der bereits beschriebenen Symptome laut Erfahrungsberichten von Patienten erfolgreich lindern. CBD zählt also nicht umsonst zu den effektivsten Wirkstoffen aus der Gruppe der Cannabinoide, welcher nicht psychoaktiv ist.

Wichtig ist, dass CBD nicht als Medikament, sondern als Nahrungsergänzungsmittel betrachtet wird. Dadurch ist es legal und frei verkäuflich.

Allerdings kommt es gerade bei schweren Autoimmunerkrankungen darauf an, ausschließlich Produkte aus entsprechend guter Herkunft zu kaufen. Die Qualität und ein hoher Anteil an nicht verunreinigtem CBD ist entscheidend, um eine Wirkung zu erzielen.

Wie CBD in unserem Körper gegen MS wirkt

Cannabidiol (CBD) wirkt in unserem körpereigenen Botenstoffsystem – vor allem an den CB1- und CB2-Rezeptoren, die für die biochemische Verarbeitung von Cannabinoiden zuständig sind. Dieses Botenstoffsystem nennen wir Endocannabinoidsystem.

Das Endocannabinoidsystem ist Teil unseres Nervensystems, wodurch das CBD genau an der Stelle wirken kann, wo die Ursache für die Symptome der Krankheiten liegt.

Unser Endocannabinoidsystem erstreckt sich vom Hirn über unseren Körper in alle Gliedmaßen, sogar bis in die Knochen. Normalerweise verarbeitet es ausschließlich körpereigene Cannabinoide, doch es ist auch dazu in der Lage, von außen zugeführte Cannabinoide zu verarbeiten.

Der Wirkstoff CBD könnte entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken, aber auch dazu beitragen, die psychische Belastung und die kennzeichnende Müdigkeit von MS-Kranken zu mildern. Dies würde die Lebensqualität der Patienten enorm verbessern.

CBD könnte bei Erschöpfungsanfällen zu einer schnellen Besserung verhelfen, weshalb sich Patienten für die Selbstmedikation mit CBD aussprechen. Eine ständige Müdigkeit ist belastend, da sämtliche Aktivitäten aus dem Leben gestrichen werden, welche das Immunsystem stärken würden.

Spastiken und Schmerzen, wie auch ein möglicherweise auftretendes gestörtes Hitzeempfinden, werden bereits mit CBD behandelt und getestet. Bisher gibt es jedoch nur persönliche Erfahrungsberichte von Patienten und keine aussagekräftigen offiziellen Studien.

Außerdem könnte die Unterleibsregion von der Anwendung von CBD profitieren – hier wird vor allem in den Bereichen Verstopfungen, Inkontinenz und Bauchschmerzen geforscht.

Studie: Gelähmte Mäuse können nach Verabreichung von CBD wieder gehen

Wie auch die am weitesten verbreitete illegale Substanz THC, war CBD in einer Studie, veröffentlicht im "Journal of Neuroimmune Pharmacology "(JNP) im Jahr 2013 (Quelle: American Friends Tel Aviv University), dazu in der Lage, die Immunzellen von Mäusen mit multipler Sklerose daran zu hindern, weitere Entzündungsherde zu bilden. Bereits in einer 2011 durchgeführten Untersuchung von Prof. Zvi Vogel konnten Mäuse, die an multipler Sklerose litten, nach der Anwendung von CBD wieder das Gehen lernen.

Das hat damals einen großen Durchbruch in der MS-Forschung geschafft und zeigt die mögliche Effektivität von CBD bei der Behandlung von multipler Sklerose auf, auch wenn das Experiment vielleicht nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar ist.

Fazit: Warum sich MS-Patienten für die Behandlung mit CBD entscheiden

Die knapp 2,5 Millionen Erkrankten könnten unterschiedlicher nicht sein – und doch haben sie eins gemeinsam. Sie haben eine chronische Nervenkrankheit und dementsprechend meist ähnliche wenngleich auch unterschiedliche Symptome. Das Schlimme daran: Es gibt bisher kein wirksames Heilmittel seitens der modernen Medizin oder Alternativmedizin.

Von CBD versprechen sich Patienten in erster Linie eine Besserung der Symptome. Deshalb wird es häufiger in Form der Selbstmedikation zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und psychischen Leiden wie Ängsten oder auch Depressionen von ihnen genutzt.

Folgende Symptome werden bisher mit CBD therapiert bzw. untersucht:

  • Entzündungen
  • Schmerzen
  • Störungen des Bewegungsapparats
  • gestörtes Hitzeempfinden
  • Seh- und Sprachstörungen
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Anspannungszustände
  • seelische Krankheiten (Depressionen etc.)

Die Erfolge sind von Person zu Person unterschiedlich – wir können auch ausdrücklich keine Heilversprechen abgeben. Wir hoffen, dass es bald eindeutigere und nachhaltig anwendbarere Ergebnisse aus dem Bereich der Forschung geben wird.

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag und dient lediglich der Aufklärung und Informationsweitergabe. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen.

Martin Auerswald

https://schnelleinfachgesund.de/

Martin Auerswald ist studierter Biochemiker und molekularer Biotechnologe (M. Sc., Technische Universität München). Er ist spezialisiert auf die Themen: Angewandte Biochemie, Mikronährstoffe, Autoimmunerkrankungen und Darmgesundheit. In der klinischen Forschung am Universitätsklinikum Erlangen beschäftigt er sich mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Er schreibt unter anderem für Primal-State und Solidmind und ist Chefredakteur auf dem Autoimmunportal (autoimmunportal.de). Martins Mission ist es, die Welt ein wenig gesünder zu machen. Er unterstützt Hempamed dabei, schwere biologische oder medizinische Themen einfach und verständlich zu erklären und Menschen dadurch die Möglichkeit zu geben, wieder mehr Gesundheit und Lebensfreude zu erlangen.

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